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It just takes some time, little girl you're in the middle of the ride, everything's gonna be alright everything's gonna be just fine!

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Über

Willkommen, Leute!

Dies ist nicht mein erster Blog, aber er stellt im Vergleich zum alten (Teenie-Probleme in mehr oder weniger tiefgründigen Gedichten) etwas ganz anderes dar.

Grundsätzlich möchte ich mich nicht auf bestimmte Inhalte beschränken, sondern über alles schreiben, was mir in den Sinn kommt. Ich freue mich schon auf überraschende Ergebnisse.

Dass sonst jemand gierig auf Einträge wartet, kann ich mir  (noch) kaum vorstellen. Darum versuche ich vor allem, meinen eigenen Vorstellungen gerecht zu werden. Diese sind, eine schöne Mischung aus Alltag, Gefühlen, interessanten Ereignissen und ein bisschen Politik/Lebensphilosophie aus meinem Studentenleben zu gestalten.
(Das Design spielt dabei eine untergeordnete Rolle.)

Hoffentlich bin ich, um regelmäßig zu schreiben, nicht zu gestresst oder zu faul - was sich zu widersprechen scheint, aber eigentlich auf dasselbe hinauskommt.

Ich werd' mein Bestes geben!

               ICH WÜNSCHE MIR (FAST) NICHTS MEHR, ALS
               (POSITIV-KRITISCHE ) KOMMENTARE!!

Alter: 26
 
Universität: Juridicum in Wien



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Blog

Ich sitze in einem Loch.

 

Wenn man sechs Jahre lang intensiv Vereinssport betrieben hat und aufhört.

Wenn man endlich eine Beziehung findet, die man noch nie hatte und immer schon wollte, und trotzdem nicht zufrieden ist.

 

Weil nun etwas fehlt.

Weil immer noch etwas fehlt.

 

Ich war ein besonderer Mensch mit meinem beinahe-Profisport. Ich war ein Mensch, der erfolgreich war und alles hatte, außer einer Beziehung, und genau danach immer suchte.

Verlust und Finden sollten sich doch zumindest ausgleichen? Ich habe nur aufgehört, um Liebe und Leben zu finden.

Was ist Leben? Wollte ich normal sein? Ich habe das Leben, das ich mir vorgestellt habe, aber bin nicht glücklicher als vorher. Macht mich eben diese Tatsache jetzt nicht sogar unglücklicher? Ich bin unzufrieden in jedem Fall. Und unruhig. Unausgelastet und faul. Gestresst bin ich nicht mehr, aber auch nicht zur Ruhe gekommen.

Mir fehlt die Bewegung. Mir fehlt der Ehrgeiz. Ich trinke und habe Sex. Ich bin eine Couchpotatoe. Ich mag mein Ich nicht mehr sehr gern. Dabei bin ich doch dasselbe Ich. Wo ist meine Musik? Wo ist meine Malerei? Das habe ich doch irgendwann auch so gerne gemacht.

Ich vermisse mich.

Vielleicht, weil ich dich vermisse. Vielleicht habe ich auch nur zufällig beides gleichzeitig verloren.

Mir tut das Herz weh, wenn ich nachdenke. Egal über wen oder was. Es tut mir alles weh, in einem Lebensschmerz, den ich noch nicht kannte.

Wenn daran du schuld bist, warst du mein größter Fehler. Du hast immer gesagt, ich hätte alles bei dir verändert. Dabei hast du alles bei mir verändert.

Ich hab dich nie gewonnen, doch verloren. Wie die Zufriedenheit in meinem Leben.

25.11.11 17:04


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a peace of irony

'' 'I am unhappy. I don't know what I want. I suppose my life is too good to keep me satisfied.' It's the common problem of western civilized manhood.''

Why decide?

Or the seventy-six thousendth essay on how to live a happy life

I recently had the sensation that earlier or later, I quit all the things in life that make me happy. Even if I don't quit, they sometimes as well get out of my hands without my action. By all means, this feels quite unsatisfying.

I have thus had great thinking on why this occurs. A major part of it is surely made up by the amazing ability of the human mind to forget unpleasant things and idealize the pleasant memories. However, this is not the end of the story. There must be more about myself getting stuck in corners of my life I had never planned to cross in the first place.

What I could extract after a while of turning many methaphorical stones was that I never knew exactly what I had by a certain thing when I quit it. I also never knew exactly why I quit it. Mostly, I just felt uncomfortable contiuing. My conclusion had to be that obviously, I should not decide on grounds of feelings. Subsequently, the remaining mean of decision is to rationality. But how to decide rational? You firstly need to know what you have. Secondly, what you want. Especially the second part of the problem seemed way out of my determination abilities.

The result I deducted from this was that it is impossible for me to make a decision that makes me happy. If it is not by sheer luck, it will never improve my situation in life. So if I do not want to take (probably minimal) chances, I have to stay entirely passive in my life, in order not to make myself unhappy. Naturally, I cannot improve either but this is a flaw I am ready to accept.

Having come to this unsettling conclusion, I at least have a key to avoid bad decisions: don't make any at all.

25.11.11 16:51


Sun makes happy.
Food makes happy.

Friends make happy.
Parties make happy.

Work makes unhappy.
Bad friends make unhappy.

Illness makes unhappy.
Tea makes happy.

Sport makes happy.
Ice cream makes happy.

Loss makes unhappy.
Hurting makes unhappy.

Idleness makes happy.
Flowers make happy.
Stress makes unhappy.

Boredom makes unhappy.
Sex makes happy.

Music makes happy.
Art makes happy.
Responsability makes happy.

Pressure makes unhappy.

Freedom makes happy.

Loneliness makes unhappy.

Films make happy.
Love makes happy.

Romantic films can make unhappy.

The sea makes happy.
Floods make unhappy.

Atomar energy can make unhappy.

War makes unhappy.

Politics should make happy.
Economy should make happy.

Family should make happy.

Life should make happy.

The summary of happiness. As random as life just is.

25.11.11 16:49


Ich will hier raus

Zu manchen Zeiten im Leben schreit alles nach Umbruch. Der altbekannte Alltag bröckelt vor sich hin, man tut kaum mehr etwas anderes, als an allen Ecken und Enden Motivationslöcher zu stopfen. Misserfolge rauben Kräfte, Erfolge euphorisieren nur mit schwindender Energie. Kurz, der Sinn scheint dahin zu sein. Also stellt man Weichen. Beendet lang dahintröpfelnde Projekte. Ordnet Prioritäten, wuchtet Gewichte neu. Richtet sein Augenmerk und der Hände Arbeit auf neue Aufgabengebiete, in denen man die Erleuchtung wähnt. Denn man glaubt ja zu wissen, was man will. All dies verspricht Erfolg. Doch dann die Enttäuschung – mehr als eine solche produziert der vermeintlich radikale Wandel selten. Höchstens sammelt man ein bisschen Erfahrung mit Lebensumbruchssituationen und allzu oft erlebten „ich will hier raus“-Momenten. Denn in den seltensten Fällen führen all die eigenen Bemühungen zu einer tatsächlichen Veränderung. Ich habe überlegt, wieso. Man könnte argumentieren: man kann sich selbst gar nicht verändern. Oder man kann, aber will in Wirklichkeit gar nicht. Oder das immer gleich bleibende sozialen Umfeld lässt ohnehin keine Veränderung zu. Auf einen grünen Zweig kam ich bislang nicht. Also werde ich weiterwurschteln. Mit besten Absichten und voller Kraft mein Leben verändern. Und doch immer wieder als gleiche Person mit denselben Verhaltensmustern, Stärken und Schwächen in ähnlichen Situationen verhaftet bleiben. Bedeutet das zu Ende Denken dieser Gedanken nun, dass es völlig egal ist, womit wir unsere Zeit verbringen? Ich hoffe nicht. Schlussendlich soll unser Lebenswandel doch einen letzlich zielgerichteten Prozess ausmachen, der uns durch eine Reihe von Erfahrungen zu einem weiseren und runderen Menschen macht. Vielleicht ist uns diese Entwicklung nicht von Vornherein erkenntlich. Doch solange wir uns immer wieder neu motivieren und beständig fortentwickeln, können wir nicht anders, als uns diesem Ziel anzunähern. In dieser Hoffnung – es lebe der Lebensumbruch, auch wenn er auf den ersten Blick nicht allzu revolutionär zu sein scheint.
12.2.11 00:21


Artikel über den Islam und religiöse Toleranz

Der Tolerante Imam

Im Wiener Afroasiatischen Institut gibt es neben einigen anderen Einrichtungen Gebetsräume verschiedener afrikanischen und asiatischen Religionen. Gegen eine kleine Gebühr kann man sich sogar von Vertretern dieser Glaubensrichtungen einen kleinen Vortrag über ebendiese anhören. Auch ein islamischer Imam übt diese Vortragstätigkeit aus: unter anderem an dem Tag, als ich eine seiner Zuhörerinnen war.

Er lebt schon seit vielen Jahren in Österreich, spricht ein schönes, sehr differenziertes Deutsch und macht den Eindruck eines gebildeten Mannes. Er erzählt uns von den Grundprinzipien des Islams, erklärt die Unterschiede zum Christentum – und ist von unserem Unwissen offenbar innerlich erschüttert. Nein, ganz und gar nicht üben Imame eine Priesterfunktion aus!
Ein Moslem braucht keine Mittler zu Gott - ER ist immer bei dir und weiß, was du denkst und fühlst. Der Islam glaubt nicht an die Sonderstellung bestimmter Menschen!

Hört sich bisher nicht schlecht an. Auch ich habe mich nie damit anfreunden können, dass der Papst unfehlbare Entscheidungen treffen kann. Mir ist der direkte Bezug, der Gott im Islam zum Gläubigen hat und das Fehlen der strengen Institution Kirche sympathisch.

Der Imam spricht weiter. Die Scharia, das islamische Recht, ist kein bloßes Gebotssystem, wie es im Christentum existiert. Im Gegenteil umfasst sie ein ganzes Staatsrecht, das im islamischen Staat praktiziert werden muss. In Wahrheit, so hält es der Islam, ist ein vollkommenes gottesfürchtiges Leben nur in diesem islamischen Staat möglich.
– Aber was ist dann mit der Akzeptanz der österreichischen Gesetze? Es gibt doch bestimmt Widersprüche zur Scharia, fragt einer.
– Natürlich bin ich Moslem. Doch ich ordne mich dem österreichischen Recht unter, solange ich in Österreich lebe. Obwohl ich es ablehne, schwingt vielleicht leise mit?
Ich bin nicht sicher, er fährt fort.

– Der Prophet Mohammed predigte, dass die Verbreitung der Scharia Pflicht des Moslems ist.
– Ähnliche Zwecke verfolgten die Kreuzzüge: wollen Sie den islamischen Staat auch in Europa einführen?
– Ich akzeptiere, dass es auch andere Rechtsordnungen gibt. Solange ich diese nicht abschaffen kann, sagt möglicherweise ein leichter Unterton?

Ich fühle, dass die Demokratie gegen den gläubigen Moslem chancenlos ist. Der Glaube mag bei uns Privatsache sein, im Islam ist er res publica principia: erste Staatsangelegenheit. Dieser Unterschied mag wohl in der Altersdifferenz liegen, denn der um Jahrhunderte jüngere Bruder des Christentums hat Reformation und Aufklärung noch vor sich. Zwar hat auch diese Erkenntnis nicht das Potential, einen besänftigenden Alterungsprozess zu beschleunigen. Doch vermag sie vielleicht, unsere Sinne in Bezug auf einen interreligiösen Dialog ein wenig zu schärfen.
19.2.10 00:29


Ich will mich verlieben. Einfach so.
Ich würde jeden nehmen, der mich mag.
Er muss nur gut aussehn, und lustig sein.
Erfolgreich sein, zumindes ein kleines Bisschen.
Er soll gute Musik hören und, ok, natürlich nette Freunde haben.
Am liebsten wäre mir eine furchtbar hässliche Ex.
Und keinesfalls eine Aktuelle, schon gar nicht in blond.
Er soll mich auf Händen tragen.
Alle Interessenten bitte bei mir melden.

1.2.10 00:58


49 Gäste


Die Chronik einer Party

 
Wenn man 18 wird, will man eine besondere Feier. Schließlich ist dieser Geburtstag ein großer Schritt, außerdem ist man nur einmal jung und ich darf sogar den Alkohol schon selber einkaufen. Leider muss ich ihn jetzt zum ersten Mal auch zahlen.
 
Also beginne ich, mir erst einmal Gedanken zu machen, wie viel mir eine richtig „fette Party“ wert ist. Dass ich bei mir zu Hause feiern würde, war schon länger ausgemacht. Einen Club zu mieten erscheint mir unpersönlich, meist weiß dann der Großteil der Freundesfreunde nicht mehr, wer überhaupt Gastgeber ist. Und sonst fallen mir wenige, eigentlich keine Lokations ein, die in mein Budget passen. Zum Glück bin ich in der Lage, die Fläche einer ganzen Wohnun mit Garten zur Verfügung zu haben. Ich habe mein Zimmer im ersten Stock, aber unten geht nicht zum ersten Mal die Party!
 
Der Ort steht also fest. Das Datum wird, wie immer im September, von verschiedenen anderen Familienfeiern festgelegt. Vor zwei Wochen feierte mein Opa, dann mein Cousin. Also diese Woche.
 
Und dann stellt sich mir als drittes die schwierige Frage: wie viele Leute kann ich einladen. Wenn ich mich beschränken will, wen lade ich dann NICHT ein? Eigentlich ist alles nur eine Frage des Geldes, ganz einfach: mehr Leute, mehr Alkohol. Schließlich stellt sich heraus, dass meine Eltern einen (Groß-)Teil der Rechnung übernehmen.
Also sind mir kaum Grenzen gesetzt. Ich schreibe los, eine Einladung per Mail über eine A4-Seite, in der großartig die „Open House Party“ angekündigt wird, die sich mein Geburtstag nennt. Ich schicke sie an 40 Kontakte, weitere 10-20 werden via Facebook, SMS oder mündlich verständigt. Wenn ich jemanden vergesse, werde ich zum Glück daran erinnert („Ich kann eh auch kommen, oder?&ldquo.
Mich plagen währenddessen die inzwischen bekannten Gastgeber-Sorgen: werden sie kommen, werden sie gern kommen? Wie viel „Verpflegung“ muss ich kaufen? Wollen die überhaupt auch was zu essen? Erwarte ich Geschenke? Wer nimmt doch noch die ungeliebten besten Freunde mit, und wer noch dazu ohne nachzufragen? Wieso noch einmal habe ich das ganze „Open House Party“ genannt? Und wieso zur Hölle tue ich mir das eigentlich an?
 
Einen Tag vor dem Event haben 27 Leute zugesagt. Einen Tag vorher! Dabei weiß ich, dass die Hälfte sich erst im Laufe eines Abends überlegt, wohin sie gehen! Das Ganze wächst mir über den Kopf. 50 sind zu viele. // Blödsinn, das wird super!! // Ich hätte echt nicht meine ganze Klasse einladen müssen! // Aber die kommen sicher pünktlich, dann ist es am Beginn nicht so leer! Und eigentlich magst du sie ja alle! // Wo sollen denn alle sitzen?? // Es wird sowieso ständig gekommen und gegangen, es werden nie 50 Leute gleichzeitig da sein! Vielleicht tanzen sie sogar endlich einmal! Beruhige dich!
 
Dieses Jahr bin ich aber allein! Keine Hilfe bei den Vorbereitungen, die üblichen Helferleins sind entweder im Ausland, der Arbeit oder wegen Krankheit ausgefallen!
Aber das wird schon. Immerhin habe ich jetzt schon ein bisschen Erfahrung im Party-schmeißen. Tatsächlich geht das Einkaufen mit Elternkraft überraschend schnell. In Rekordzeit ist das Wagerl (die Wagerl!) mit Spießchen, Käse und Würstel, Chips, Mischgetränken und Hochprozentigem gefüllt. Zu Hause richte ich noch Wohnzimmer, Küche und Terrasse her, dann kann’s losgehen. Was hier in einem Satz steht, dauert real 3 Stunden...
 
Aber schließlich ist es doch 19:45...und ich hab noch nicht Haare gewaschen!! Scheiße! In 15 Minuten werde ich nie fertig.
//
 
Als es um 20:01 an der Tür klingelt, bürste ich mir gerade zum letzten Mal die Haare. Draußen stehen R und C, alte Home-Party Hasen, mit viel Verständnis für hastige Vorbereitungen in letzter Minute. Nach ein paar Handgriffen stehen auch Aufstrichbrote, Spießchen und Bowle am Tisch, alles perfekt fertig. Als erst 6 Leute mit Drinks im Wohnzimmer stehen, bin ich ready.
 
Und dann geht es Schlag auf Schlag. Ständig kommen Gäste an, dieses Gefühl liebe ich. Naja, manche Begrüßungen fallen etwas seltsam aus. „Schön, dass du da bist! Wir haben zwar seit 3 Monaten null Kontakt, aber diese Party hätte ohne dich nicht stattfinden können!“ Das gilt aber für kaum einen Gast, habe ich doch schließlich alle lieb, die durch diese Tür kommen.
„Getränke stehen in der Küche, bedients euch und chillts einfach!“
//
Das hätte ich besser nicht gesagt. Um punkt 22 Uhr heißt es: „A, war das der ganze Alkohol?!“ Ich grinse wissend und hole die anderen 3 Vodka- und 2 Bacardiflaschen aus dem Küchenkastl. „Da unten ist auch noch Sekt und Weißwein. Und lassts die Bierkisten auf der Terrasse nicht so allein!“ Um kurz nach Mitternacht stehen wir leider vor dem selben Problem. Zum Glück sind aber alle schon genug betrunken, um die gute Laune nicht verpuffen zu lassen. In den letzten vier Stunden hat sich der anfängliche alkoholische Stehimbiss immer mehr in eine High School Party der Extraklasse verwandelt, die nun ihren Höhepunkt erreicht. Ich laufe von einer Gruppe zur anderen, nicht wissend, wo ich zuerst mitfeiern soll. „G, hast du eine Zitronenpresse??“ „?!“
Um 1 Uhr shaken sich alle auf der Tanzfläche weg. Wirklich jeder ist auf den Beinen, wenn auch einige nur auf dem Weg zur „Bar“ in der Küche. Und pünktlich zum Stimmungshoch kommen auch die „Stargäste“: meine Arbeitskollegen. Teilweise stolz, den ersten Bezirk nie zu verlassen, haben sie es doch aufs Landfestl geschafft. Ich bin deshalb wiederum ziemlich stolz, dass meine kleine Feier sie offensichtlich beeindruckt. Auch Transdanubier machen Party! Sportler, Schulkollegen und Friends feiern meinen Geburtstag und/oder sich selbst mit einem wahrhaftig „rauschenden Fest“.
(Stolz bin ich übrigens auch auf die Tatsache, dass von den Anwesenden nur fünf nicht eingeplant waren und ich von diesen fünf zumindest drei Namen kenne!)
 
Ich bin nun selbst auch im Glücksrausch, tanze mit fünf Leuten gleichzeitig und werde von meinem Lieblingskollegen zum „ersten Tanz mit dem Geburtstagskind“ aufgefordert. Ich mache das ganz gut, denke ich, und erwarte im selben Moment, über meine eigenen Füße zu fliegen. Doch nichts dergleichen passiert, halbwegs elegant drehe ich mich auf der Tanzfläche. „Puh, Test bestanden!“ Meine andere liebe Kollegin hat mir doch wirklich drei Geschenke mitgenommen. Unter anderem einen echt genialen Schokokuchen. Die dritte hat Whiskey gebracht, ich laufe los, den Bündelmayr-Sekt einkühlen. Natürlich vergesse ich dann darauf und genieße einfach die Zeit tanzend und auf der Terrasse rauchend.
 
Doch so Wahnsinnsparty kann man nicht lange machen. Bald verabschieden sich die ersten Gäste, die nicht etwa noch fortgehen, sondern schon ins Bett! Nach einer guten Stunde wollen auch meine Kollegen den Heimweg antreten, meine Klasse zerstreut sich ebenfalls. Einige Unbekannte haben die Terrasse in Beschlag genommen. Auf den zweiten Blick kann ich doch Gesichter zuordnen. Drinnen wird es leerer, doch die Verbliebenen machen doppelt so viel Lärm. Als die Anlage doch noch eine Spur lauter dröhnt, rufen zum ersten Mal meine Eltern an. Aber man wird nur einmal 18! Nachdem ich mir das dreimal gesagt habe, lege ich das Handy in eine Ecke (drehe die Anlage feige doch eine Spur leiser) und bin wieder auf der Tanzfläche.
 
Um drei ist das Essen längst weg, Alkohol wird gerade bei der Tankstelle nachgekauft. Wieder was gelernt, 50 Leute brauchen doch mehr zu trinken als 30. Hm, wieso eigentlich? Meine Gedanken laufen schon ein wenig unrund, aber mir geht’s wie den Gästen bestens. Nur zwei mussten heimgebracht werden, aber auch das verlief ohne Probleme. Ich glaube, wir werden doch erwachsen. Diesen Gedanken muss ich erst revidieren, als ich am nächsten Tag meinen Laptop in einer Vodka-Orange-Lache vorfinde. Zum Glück ist er offenbar nicht durstig.
 
Der Abend zieht sich nun für mich schon ein wenig in die Länge. M kommt von einer anderen Party zurück, einer der wenigen Treuen aus meinem engeren Freundeskreis. I und K zählen da normalerweise natürlich auch dazu, aber auf Parties gelten andere Regeln. N war nach Überlegen aber auch um elf da. F hat leider nicht vorbeigeschaut, R, was mich aber nicht sehr erstaunt hat, auch nicht.
 
Inzwischen ist es 10 vor vier. Nur mehr ein paar aus dem Verein sind da, außerdem N, M und ein neuer Freund, den er im Bus getroffen hat. Gerade zuvor. Gut zu wissen. Die anderen „Überraschungsgäste“ kannte ich zumindest. Andererseits, G war nicht einmal mehr überraschend, er schafft es auch ohne Einladung auf jede meiner Parties. L wurde von T mitgebracht und die beiden verbrachten einen tollen Abend, sich in ihrer gegenseitigen Coolness sonnend. Aus meinem Team waren ein paar Mädels da, die ich zuvor noch nicht wirklich gekannt habe. Ich glaube, sie und ich haben von und nach diesem Abend einen positiven Eindruck gewonnen!
Einige meiner Freunde habe ich nach Langem endlich wieder gesehn, was mich sehr gefreut hat. Es war die Aufregung wert!
 
Um viertel fünf fallen N, M und ich schließlich ins Bett. Mir tut mein Fuß weh vom Zusammenstoß mit Benny beim Fußball, mein Arm vom Sturz in den Rosenbusch. Ich bin angenehm betrunken und freue mich schon aufs Aufwachen. Endlich 18!
 
Nachsatz: ich habe am nächsten Tag geschätzte 3 Stunden geputzt. Mit Planung, Einkaufen und Vorbereitung habe ich einen ganzen Tag investiert. Wie gesagt: das war es wert.
 
 
 
1.2.10 00:52


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